Archive for the 'Uncategorized' Category

Der nette Lehrer in der Schule

Meike befragt ihre Oma (geb.1924 in Lemke)

1.Wie waren die Klassenräume ausgestattet?
Es waren nur eine große Wandtafel, ein Lehrerpult, Bänke und Tische für die Schüler da.

2.Erzähle bitte über deinen Klassenlehrer?
Es war ein ganz lieber Mensch. Er hat fast nie Strafen verteilt.

3.Von wann bis wann ging man in die Schule?
Man ging von 8.00 Uhr bis 12.00 Uhr oder 13.00 Uhr in die Schule.

4.Wo lag deine Schule und wie weit war sie von deinem Zuhause entfernt?
Sie lag in Hilten bei Neuenhaus und war ungefähr 4km entfernt. Diese 4km musste ich laufen. Im Winter wurde manchmal das Pferd vor unseren selbstgebauten Schlitten gepackt und wir wurden bis zur Hauptstraße gebracht.

5.Wie lang waren die Pausen?
Es gab unterschiedliche Pausen. Die Große Pause ging 30 minuten und eine etwas kürzere 15 minuten.

6.Kannst du bitte über deine Schulmaterialien berichten?
Es gab Tafel und Griffel zum Schreiben und noch einige Schulbücher.

7.Berichte mir bitte von spannenden/interessanten Erlebnissen aus deiner Schulzeit?
Wir Mädchen mussten sogar mit den Jungen Fußball spielen, um überhaupt eine Mannschaft zusammen zubekommen.

8.Was für Fächer gab es deiner Schule?
Es gab Schreiben, Lesen, Rechnen, Religion, Turnen, Handarbeit für die Mädchen und Singen.

9.Was habt ihr in den Pausen oft gespielt?
Wir sind oft Springseil gesprungen, fangen gespielt, verstecken gespielt und manchmal auch Fußball.

10.Wie viele Kinder gab es bei euch in der Klasse?
Es gab 7 Mädchen und 6 Jungen. Insgesamt 13.

11.Wie hießen deine Schulfreundinnen?
Sie hießen Gerda,Hanni und Dini.

 Zeitzeugenbefragung von Meike A. Klasse 5b

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Die Flucht aus Russland

Luisa R . und Erwin R . aus Russland Erwin R. ist geboren in Tiggenhagen und ist 75 Jahre alt. Luisa R. ist geboren in Freudental und ist 74 Jahre alt.

1. Wie habt ihr euch nachts gefühlt?
„Wir haben vor Angst im Keller gesessen. Wieder und wieder kamen die Flugzeuge und bombardierten alles. Im Keller ist man besser geschützt.“

2. Wie erging es euren Geschwistern im Krieg?
„Uns allen ging es schlecht wir mussten umherreisen und waren andauernden Angriffen und Mangel an Nahrung, Kleidung usw. ausgesetzt.

3. Berichten sie bitte über die Flucht.
„Wir mussten nur fliehen wir sind schon sehr viele Kilometer gelaufen, wenn ein Häuschen in der Nähe stand haben wir es genutzt.“
 „Wir sind bis Jiderbok (eine Stadt) gelaufen 75Km, wir sind nach Polen, Russland und Deutschland gegangen und noch viel weiter.“

4.Berichte über besondere Erfahrungen im Krieg.
„Es gab keine besonderen Erfahrungen im Krieg. Wir mussten immer nur flüchten.“

5. Berichtet über Schutz im Krieg
,, Ab und zu gab es Schutz und wir wurden versorgt haben Nahrung und Klamotten gekriegt.“

6. Berichtet ob ihr Nahrung hattet?
,, Ja ab und zu haben wir Nahrung gekriegt.“
7. Berichtet wie schnell ihr euch an die Lebensverhältnisse gewöhnt habt?
,,Wir mussten uns dran gewöhnen ging nicht anders.
8. Berichtet ob das qualvolle Momente im Krieg waren?
,, Ja sehr sehr Schlimme Momente waren das im Krieg.“

Von Christian Rennert 5b von Burggymnasium Bad Bentheim (2008-2009)

Ein Tagebuch vom 2. Weltkrieg

Bericht von Anne F. geboren 1941, aus dem Tagebuch ihrer Mutter Maria F. geboren 1911

Ihre Eltern wohnten in Bernwald / Schlesien auf einem Hof mit Tieren und Landwirtschaft.

Es gab schon 1939 politische Unruhen. Anfang 1941 wurde ihr Vater Otto, geboren 1907, in den Krieg eingezogen, da war sie, meine Oma Anne noch gar nicht geboren. Am 22.06.1941, wo meine Oma geboren wurde, kam die Kriegserklärung gegen Russland. Ihre Mutter bekam, da sie allein war, Arbeiter gestellt. Diese Männer mussten jedoch mit 19 Jahren auch in den Krieg.

Das leben in Bernwald wurde unsicher. Die Russen zogen durch das Dorf und plünderten. Am 17.06.1945 musste meine Uroma, um 07:00 uhrfrüh, Haus und Hof verlassen. Nur wenige Sachen konnte sie mitnehmen, denn sie hatte auch noch zwei kleine Kinder. Viele wertvolle Sachen, die sie nicht mitnehmen konnte, hatte sie draußen am haus vergraben und versteckt. Sie kamen nach Lichtenwalde zu den Schwiegereltern meiner Uroma. Am 18.03.1946 wurden sie von den Polen aus Lichtenwalde in Schlesien verjagt. Am 19.03.1946 kamen sie nach Mittenwalde. Am 20.03.1946 wurden sie in Viehwagons verfrachtet. Sie hatten wenig Platz und wenig Habseligkeiten. Die Luft war sehr schlecht. Die Fahrt ging 3 Tage ins Ungewisse, sie wussten nicht, wohin sie gebracht wurden. Überall waren verwüstete Dörfer und Städte. Sie kamen nach Schöningen ins Auffanglager. Dort bekamen sie Registrierungsscheine, wurden entlaust und verpflegt. Dann ging es weiter nach Goslar, von dort aus kam meine Uroma nach Lengde, wo sie mit ihren 2 Kindern aufgenommen wurde. Sie arbeitet dort auf dem Hof. Meine Uroma ließ meinen Uropa durch das Rote Kreuz und Suchaktionen suchen. Sie erfuhr das ihr Mann in englischer Gefangenschaft lebte. 1947 kam mein Uropa nach Lengde, wo er meiner Oma, also sein zweites Kind das erste mal sah. Er bekam dort auch Arbeit in der Landwirtschaft.

Sie bauten sich eine neue Heimat in Beuchte, ca. 3 km von Lengde, auf. Dort lebten sie bis zu ihrem Tod. Von meiner Oma die Schwester wohnt noch heute in diesem Haus. Zu den Leuten, die damals meine Uroma aufgenommen haben, besteht heute noch Kontakt.

Meine Oma hat 5 Onkels im Krieg verloren. Ein Onkel wurde schwer verletzt.

Im Krieg mussten sie sich oft vor den Russen und Polen verstecken und leise sein.

Sie hatten schreckliche Angst, da sie gequält, vergewaltigt oder getötet wurden.

Zu Essen gab es wenig – Kartoffeln, Eier, geschlachtete Tiere. Sie waren auf die Hilfe von anderen angewiesen.

Die Kinder hatten wenig zum spielen. So wurde mit Steinen, Wäscheklammern, Stöckern oder ähnliches gespielt.

Das Schlimmste waren die Unruhen, die Ungewissheit was kommt und ob noch alle am Leben waren.

Ihr altes Zuhause haben sie später noch einmal gesehen, alles war zerstört und abgebrannt. Die vergrabenen Wertsachen wurden nicht wieder gefunden.

Von Laura W. und Marlena C. Klasse 5a

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Eine Schulzeit in Schüttorf (1944-1952)

Befragter: Arthur Kiewitt
Alter:69
Geburtsdatum:13.10.1938
Schulzeit: 1944-1952

1.Womit habt ihr geschrieben und worauf?
Mit einem Griffel auf einer Schiefertafel, danach mit einem Bleistift und zum Schluss mit einer Feder und Tinte aus einem Fässchen.

2.Wie sahen die Schultaschen aus?
Braun oder Schwarz aus fester Pappe, teilweise auch aus Sackleinen.

3.Was habt ihr in der Pause gemacht?
Wir haben meistens Fangen gespielt.

4.Was hat der/die Lehrer/in gemacht, wenn ihr nicht aufgepasst habt?
Er/Sie hat uns mit dem Stock auf den Po gehauen.

5.Was hattet ihr früher alles für Fächer?
Heimatkunde, Deutsch, Rechnen, Sport, Musik, Religion, (Handarbeit für Mädchen).

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Schulzeit um 1925

Befagt wurde: Gerda Mucke
91 Jahre
Witwe
Rentnerin
geboren17.2.1916

1.Wie waren die Regeln?-Nicht streng, sie waren gut.

2.Was gab es für Regeln?- Man durfte nicht schlagen,man musste aufpassen im Unterricht, man musste pünklich zur Schule kommen, man musste immer Hausaufgaben machen, in der Turnhalle muste mann immer Turnschuhe tragen.

3.Wie waren die Lehrer?-Es gab 4 Lehrer es waren 2 streng und zwei mittel.

4.Gab es in der Schule Essen?-Nein.

5.Wie groß war die Schule?-Ziemlich groß.

6. Gab es eine Cafeteria?- Nein

7. Was gab es für Fächer?- Mathe, Deutsch, Religion, Lesen, Sport, Handarbeit (in heutigen Zeiten Textil)

8.Wie lange ging die Schule?- Zweimal pro Woche bis 12:00 Uhr sonst bis 13:00 Uhr.

9.Wie waren die Schüler?- Nicht gut, im Durchschnitt: befriedigend

10.Wie viele waren in einer Klasse?- Es gab 2 Klassen mit jeweils 12 Schüler. In Bad Bentheim.

 

Von Claudia und Lina  (Kl. 5a)

geneigte leserschaft!

Auf diesen Seiten finden Sie die Ergebnisse eines Schulprojektes. Schüler und Schülerinnen der Jahrgangsstufe 5 des Burg-Gymnasiumns Bad Bentheim haben sich zur Einbführung in das Fach Geschichte der Geschichte der eigenen Familie und Umgebung genähert.

Oft war dies das erste Mal, dass die Generationen über ihre Geschichte, besser ihre Geschichten sprachen. Enkel und Großeltern lernten sich in einer neuen Dimension – der historischen Dimension kennen.

Dass das Leben nicht immer so leicht war wie heute, war für die Schülerinnen und Schüler, die sich mit den Kriegserfahrungen der Genration ihrer Großeltern auseinandersetzen wollten, eine nahe gehende Erfahrung. Weiterlesen ‚geneigte leserschaft!‘