Archive for the 'Klasse 5a (Schuljahr 2006/2007)' Category

In den Kriegsjahren in Bad Bentheim

In den Kriegsjahren in Bad Bentheim

Befragt wurde H.K. geboren 1932

Was habt ihr früher gegessen?
Schwarzbrot und Gersten Kaffee. Die Kinder bekammen Ziegenmilch und Milchsuppe zum Frühstück. Mittags gab es meistens Eintöpfe und am Wochenende gab es auch Fleisch bzw. Schwein, Schaf und Ziege.

Wo oder Was habt ihr gespielt?
Die Jungs haben viel mit Murmeln und Kriegsspielt gespielt. Es war ja Krieg. Die Mädchen mit Puppen oder Springseilen.

Was hattet ihr zur Schule an?
Die Mädchen hatten Kleider an und die Jungen trugen Hemd und Knickerbocker. Als Schuhe trugen wir Holzschuhe (Klumpen).

Wie war es in deiner Schule?
Da wir in der Volkschule waren ,hatten wir einen Klassenraum mit den Klassen von 1-8. Es wurden alle in einem Raum unterrichtet. Die jüngeren Kinder hatten meistens 4 Stunden und die älteren 5-6 Stunden.

Von Tina und Viola(Klasse 5a 2008/2009)

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Schule in Schüttorf (50er Jahre)

Name:Hans-Jürgen Groothus
Alter:60Jahre
Beruf:Rentner
Familienstand:verheiratet mit Ehefrau Helga

Wie alt warst du, als du zur Schule gehen musstest?
-„Man ging von 6-14 zur Schule.“

Was für Fächer gab es früher in der Schule?
-„Deutsch, Mathe, Religion, Werken, Sport, Erdkunde und Englisch. Doch wir mussten nur freiwillig am Englischunterricht teilnehmen“.

Musstet ihr Schuluniformen tragen?
-„Nein,mussten wir nicht.“

Was waren Strafen(z.B. wenn ihr geredet habt)in der Schule?
-„Die Lehrer zogen uns an den Ohrläppchen und einer warf mit Kreide auf uns, ein anderer jedoch schlug mit einem Lineal auf unsere Finger. Das tat weh!

Was habt ihr früher gespielt?
-,,Pfennig und Felgenrennen.“

Wie ging das?
-,,Pfennig: Man zog eine Linie und stellte sich drei Meter von der Linie entfernt. Jeder warf mit einer Münze und welche Münze am dichtesten an der Linie lag bekam alle Münzen.
Felgen: Man nahm eine Felge von einem Fahrrad und einen Holzstock. Dann schlug man mit dem Stock an den Reifen und wer als erstes durch das Ziel kam hat gewonnen.“

von Sina und Denise (Klasse 5a)

Krieg auf dem Lande

Johanna Stehmann (87)

1. Was hatte man für Gefühle?
Mein Mann war in Russland bei der Armee, daher hatte ich viel Angst um ihn, ich habe viele Briefe bekommen.

2. Wie alt warst du?
20-27 Jahre.

3. Wo hast du gewohnt?
Bei meinen Eltern auf dem Bauernhof.

4. Was hattest du zu essen?
Durch die Landwirtschaft hatten wir fast alles zum Leben. Kleider konnten wir durch Tauschgeschäfte bekommen.

5. Wie habt ihr euch im Winter warm gehalten?
Durch einen Ofen, einen Kochherd und Holz.

Weiterlesen ‚Krieg auf dem Lande‘

Das Leben während des Krieges in Rheine

Maria Timmer (geb. Berghaus), wohnhaft in Rheine, 72, Rentnerin, Geburtsjahr 1935.

1. Was habt ihr gegessen, als die Nahrungsmittel knapp waren?
Maisbrot und Gemüse aus Gartenanbau. Wer eine Garage hatte, konnte da ein Schwein halten – aber das kostete viel. Wir haben auch ein Schwein gehalten und jedes mal wenn eins geschlachtet wurde, durften wir uns nicht verabreden, weil wir schwarz geschlachtet haben. Mein Onkel hatte eine Metzgerei, wo er uns das Schwein dann zu Wurst verarbeitet hat.

2. Hattet ihr manchmal Angst als Tiefflieger kamen, wo habt ihr euch dann versteckt?
Es gab Voralarm, dann mussten wir schnell die Sachen einpacken und aus der Schule rennen. Mein Opa wartete dann schon auf mich und meine Schwester. Wir haben den Weg nach Hause nie geschafft, darum haben wir uns immer an Hauswände gelegt und versteckt, jeder von uns hoffte, dass das schnell vorbeigeht.

3. Musstet ihr manchmal in einen Bunker, weil Bomben gefallen sind?
Wir hatten selber einen Keller, wo wir ganz oft rein mussten – sogar nachts. Weil wir sehr nah an der Kaserne wohnten, waren immer 20-30 Soldaten und Nachbarn in unserem Keller.

4. Gab es damals Autos, wenn ja welche?
Es gab so eigentlich keine Autos. Mein Onkel aber hatte das erste Bäckerauto in Rheine. Darauf war er eigentlich immer sehr stolz. Nur als der Krieg kam, habe ich es nie wieder gesehen, ich wollte aber auch nicht nachfragen, wo es ist. Wahrscheinlich wurde es für den militärischen Einsatz gebraucht.

5. Ist die Schule auch mal ausgefallen? Wie lange?
Ja, bei uns ist ein halbes Jahr lang die Schule ausgefallen.

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Schulzeit in den 40er Jahren

Wir befragen: Christa Focke
Geboren: 26.11.1936

1. Welche Fächer gab es früher?
A: Deutsch, Mathe, Religion, Biologie, Erdkunde, Englisch, Sport, Musik, Kunst, Nadelarbeit und Chemie.
2. Gab es auch Grundschule, Hauptschule und Gymnasien? Oder welche Schulen gab es?
A: Es gab Volkschule, Mittelschule, Handelschule und Gymnasium.
3. Gab es Mädchen- und Jungenschulen oder waren alle auf einer ?
A: Es gab gemischte Schulen.
4. Wie viele Stunden hatte man an einem Tag oder wann ist die Schule angefangen und wann hat sie aufgehört?
A: Um acht Uhr fing die Schule an, es gab 2-6 Stunden.
5. Mit welchem Alter ging man zur Schule?
A: Anfang:6 Jahre , Schluss: 15-20Jahre.
6. Womit hing es zusammen, auf welche Schule man ging?
A: Nach Leistung, nicht nach Geld.
7. Was musste man Anziehen?
A: Man durfte anziehen, was man wollte.
8. Wie lang waren die Pausen?
A: 2 mal 5 , 2mal 10 Minuten.
9. Gab es viele Hausaufgaben?
A: In den Hauptfächern Mathe, Deutsch und Englisch hatten wir viele Hausaufgaben.
10. War die Schule sehr groß?
A: Sie war ganz normal mit ca. 200 Schülern.

Von Angelika W. und Pia F.

Während des Krieges in der Bauerschaft Achterberg

Wir befragen meine Oma Elfriede Holke
Geboren: 1934

Frage: Was gab es früher in der Schule für Sitzgelegenheiten?
Antwort: Es gab Holzbänke.
Frage:Welche Schulen gab es früher in der Gegend?
Antwort: Es gab in Achterberg eine sogenannte Volksschule. Und es gab eine Mittelschule (in Bentheim) .
Frage:Was für Fächer gab es früher?
Antwort: Es gab Deutsch, Rechnen, Religion, Biologie, Naturkunde, Englisch, Sport, Musik, Kunst, Textil, Chemie.
Frage:Wie lange waren die Pausen früher?
Antwort: 2x 5min. und 1x 10min.
Frage:Wie lange waren die Stunden?
Antwort: Die Stunden waren von 8 Uhr bis 13 Uhr.
Frage:Wie viele Kinder waren früher in einer Klasse?
Antwort: Es waren 4 Jahrgänge in einer Klasse mit insgesamt ca. 50 Kindern.
Frage:Was musstet ihr früher in der Schule anziehen?
Antwort: Man durfte sich selber aussuchen, was man anziehen wollte. Man hat früher oft Holzschuhe getragen.
Frage:Was für Fahrmöglichkeiten gab es?
Antwort:Man konnte laufen, mit dem Fahrrad fahren und mit dem Zug fahren.
Frage:Wie viele Klassen gab es?
Antwort: Es gab zwei Klassenzimmer. In einen Klassenzimmer waren die Klassen von 1-4 und in den anderen die Klassen 5-8.
Frage: Wie sah die Schule früher aus?
Antwort: Die Schule sah ganz einfach aus. Die Klassenräume wurden früher mit Holzöfen geheizt.
Und aus den USA kamen immer Päckchen mit Essen.

Hier in Achterberg war der Krieg nicht so schlimm. Bei uns zu Hause sind dann manchmal Polen (ehemalige Zwangsarbeiter) gekommen und haben nach Essen gefragt und meine Oma hat denen dann immer Brot u.s.w. gegeben.

Von Gülden u. Jana (Klasse 5a)

Grundschule Osterwald Klassen 1-4 (etwa 1949)

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