
Befragt wurde Inge Zender, geboren 1922, in Bochum.
1. Wie alt warst du als der Weltkrieg 1939 begann?
Ich war 17 Jahre alt als der Krieg begann.
2. Wo hast du mit deinen Eltern gewohnt?
Wir haben in Bochum gewohnt.
3. Gingst du noch zur Schule als der Krieg begann?
Nein, ich hatte gerade meine Lehre zur kaufmännischen Angestellte bei der Firma Kortum begonnen.
4. Wie hast du die erste Zeit des Krieges empfunden?
Da wir nicht wussten, was wirklich war, hatten wir gemischte Gefühle. Um meinen Vater hatte ich Angst, da er gleich Soldat wurde.
5. Hat dein Vater den Krieg überlebt?
Ja, nach dem Polenfeldzug war er noch in Frankreich, von dort aus kam er Schwerverletzt zurück und musste nicht mehr in den Krieg. Nur in den letzten Kriegswochen zum Volkssturm.
6. Warst du die ganze Kriegszeit in Bochum?
1 Jahr war ich in der Munitionsfabrik in Bad Zwischenahn, das war mein Pflichtjahr . Wir mussten Munitionshülsen herstellen.
7. Hattet ihr während des Krieges genug zu Essen?
In den ersten Kriegsjahren wohl. Danach wurde es sehr knapp. Vieles gab es nicht mehr zu kaufen. Ab dem Kriegsjahr haben wir oft gehungert.
8. Habt ihr euch irgendwie Essen besorgen können?
In der Stadt war es sehr schlecht. Aber wir sind mit dem Fahrrad aufs Land zu den Bauern gefahren und haben Wertgegenstände, wie gute Tischdecken, Porzellan und Teppiche gegen Kartoffeln, Gemüse und, wenn es gut ging, auch Fleisch und Fett getauscht.
9. Hattest du Angst bei deinen Fahrten auf das Land?
Ja, ich hatte große Angst, weil wir immer mit Tieffliegern und den Polizisten rechnen mussten.
10. Wie hast du die Bomben auf Bochum erlebt?
Als die Bombardierung auf Bochum begann, hatten wir ständig Angst. Wir mussten viele Nächte im Bunker verbringen.
11. Ist eure Wohnung dabei zerstört worden?
Ja, nach einer Bombennacht war das Mietshaus, in dem wir wohnten, völlig zerstört.
12. Habt ihr dann eine andere Wohnung bekommen?
Nein, da in Bochum und dem ganzen Ruhrgebiet sehr viele Wohnungen den Bomben zum Opfer gefallen waren, gab es keine neue Wohnung für uns. Wir kamen bei Verwandten unter.
13. Wie war das letzte Kriegsjahr, besonders der Winter 1944/1945 für euch?
Wir haben fast immer gefroren. Es gab kein Heizmaterial und Strom war auch nur manchmal da. Selbst Kerzen waren kaum zu bekommen.
14. Wie ging für dich der Krieg zu Ende?
Als er im Mai 1945 endlich vorbei war, wartete ich auf meinen Mann, den ich 1944 geheiratet hatte. Bei Kriegsende war er in Norwegen in Gefangenschaft. Wir hatten aber Glück! Schon Ende 1945 war er wieder Hause.
Jenny Zender, Klasse 5a (Schuljahr 2008/2009)
Hi Jenny ich finde deine sehr schön und das Bild sieht voll geil aus das war eine gute Idee von dir. Mach weiter so
deine Amanda