Archiv für 8. Oktober 2008

Das Leben von früher

Zeitzeugenbefragung

Befragt wurde f. l.

1.Was habt ihr früher gegessen?

Mittags gab es Eintopf,oder Grünkohl,Sauerkraut,Rotebete u.v.m.

Abends gab es Milch oder Pfannkuchen.

2.Was habt ihr damals in der Schule getragen?

Normale Sachen,wie ihr eigentlich. Nur nicht so fein wie jetzt.

3.Welches gefühl hattest du bei dem krieg

Ich hatte angst,mein Vater war im Krieg und meine Mutter war mit 4 Kindern (also mit mir)zu Haus.

4.Ist es schon während der Schule angefangen?

Wenn die Sirene ging dann mussten im Keller vom Hohn.

5.Wie alt warst du am Anfang des Krieges und deine Geschwister?

Mein Bruder war 0 Jahre alt,meine Schwester war 2 und ich war 3 Jahre alt.

von Dorith und Ami

In den Kriegsjahren in Bad Bentheim

In den Kriegsjahren in Bad Bentheim

Befragt wurde H.K. geboren 1932

Was habt ihr früher gegessen?
Schwarzbrot und Gersten Kaffee. Die Kinder bekammen Ziegenmilch und Milchsuppe zum Frühstück. Mittags gab es meistens Eintöpfe und am Wochenende gab es auch Fleisch bzw. Schwein, Schaf und Ziege.

Wo oder Was habt ihr gespielt?
Die Jungs haben viel mit Murmeln und Kriegsspielt gespielt. Es war ja Krieg. Die Mädchen mit Puppen oder Springseilen.

Was hattet ihr zur Schule an?
Die Mädchen hatten Kleider an und die Jungen trugen Hemd und Knickerbocker. Als Schuhe trugen wir Holzschuhe (Klumpen).

Wie war es in deiner Schule?
Da wir in der Volkschule waren ,hatten wir einen Klassenraum mit den Klassen von 1-8. Es wurden alle in einem Raum unterrichtet. Die jüngeren Kinder hatten meistens 4 Stunden und die älteren 5-6 Stunden.

Von Tina und Viola(Klasse 5a 2008/2009)

Wie meine Uroma, die 86 Jahre alt ist, in Bochum den 2.Weltkrieg erlebte.

Befragt wurde Inge Zender, geboren 1922, in Bochum.

1. Wie alt warst du als der Weltkrieg 1939 begann?
Ich war 17 Jahre alt als der Krieg begann.

2. Wo hast du mit deinen Eltern gewohnt?
Wir haben in Bochum gewohnt.

3. Gingst du noch zur Schule als der Krieg begann?
Nein, ich hatte gerade meine Lehre zur kaufmännischen Angestellte bei der Firma Kortum begonnen.

4. Wie hast du die erste Zeit des Krieges empfunden?
Da wir nicht wussten, was wirklich war, hatten wir gemischte Gefühle. Um meinen Vater hatte ich Angst, da er gleich Soldat wurde.

5. Hat dein Vater den Krieg überlebt?
Ja, nach dem Polenfeldzug war er noch in Frankreich, von dort aus kam er Schwerverletzt zurück und musste nicht mehr in den Krieg. Nur in den letzten Kriegswochen zum Volkssturm.

6. Warst du die ganze Kriegszeit in Bochum?
1 Jahr war ich in der Munitionsfabrik in Bad Zwischenahn, das war mein Pflichtjahr . Wir mussten Munitionshülsen herstellen.

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Eine Kindheit im Kaukasus

Befragt wurde Herr L. S., geboren am 20.04.1937 im Kaukasus

1. Wie war das Spielzeug früher?
Die Kinder haben mit Tierknochen oder einem Ball Baseball gespielt. Sie haben draußen auf Wiesen und im Wald viel Zeit verbracht. Sie haben Beeren, Pilze gesammelt und sie haben Stöcke gesammelt um mit Freunden ein Lagerfeuer gemacht.

2. Wie war die Schule früher?
Mit den Nachbarjungs sind sie mehrere km zur Schule gelaufen. Die Lehrer waren sehr streng und es gab manchmal auch Ohrfeigen. Sie mussten eine Uniform tragen, das war Pflicht. In der Klasse waren Kinder aus unterschiedlichen Jahrgängen.

3. Was gab es zu Essen?
Kohlsuppe, Pilze, Beeren, Kartoffeln, Brei, ganz wenig Fleisch, Rübensuppe und ein kleines Stück Brot. Sie hatten meistens Hunger.

4. Wo habt ihr geschlafen?
Die Familie hatte keine Betten. Sie haben immer auf dem Boden geschlafen. Später gab es einen großen Lehmofen dort haben sie immer gekocht und in der 1. Etage vom Lehmofen konnten sie schlafen und es war schön warm.

5. Womit habt ihr geheizt?
Im Sommer und im Herbst haben die Kinder mit den Eltern Stroh gesammelt und Holz gehackt und für den Winter in einem Schuppen gelagert, damit sie im Winter mit dem Ofen das Haus heizen konnten. Es gab keine Heizung wie jetzt.

Zeitzeugenbefragung von Tim S. (5a, 2008)

Die Vertreibung meines Opas

Befragt wurde Martin Krüger (72)

1. Mit welchem Alter wurdest du vertrieben?
Mit zehn Jahren wurde ich aus meiner Heimat vertrieben.

2. Welchen Weg nahmst du?
Zu Fuß von Pommern über die Oder bis hinter Stettin.

3. Wie oft hattet ihr Pause?
Nur wenn der Track zum Stehen kam, machten wir Pause, sonst nicht.

4. Wie lange seid ihr gereist?
Wir sind 3-4 Wochen umhergeirrt.

5. Wo habt ihr geschlafen?
In der Dunkelheit am Straßenrand und in Scheunen.

6. Wie sah euer Speiseplan aus?
Der Proviant bestand aus mitgenommenen Sachen, z.B. Brot, Schmalz, Sirup.

7. Wie froh warst du als ihr angekommen?
Die Strapazen waren beendet und wir dankten Gott.

8. Wann war die Flucht beendet?
1947, am 15.Oktober war die Vertreibung zu Ende.

Stinkbomben und Kartoffelfeuer

Befragt wurde Frau C.H, geboren 1964.

1. Was hattest du zu essen, als du so alt warst wie ich und wie viel?
Es war wohl immer genug zu essen da, aber es gab nicht so viel Auswahl. Orangen gab es nur im Winter und einige Gemüsesorten kannten wir gar nicht z.B. Aubergine, Zucchini.

2. Wie war deine Schulzeit als Mädchen?
Von der 1.-4. Klasse bin ich gerne zur Schule gegangen. Wir hatten 4 Jahre lang die gleiche Klassenlehrerin. Danach war die Schule doof. Geschichte war langweiliger als heute, wir mussten immer Zahlen auswendig lernen. In Englisch mussten wir früher stramm stehen.

3. Was und wie habt ihr früher gespielt?
Wir haben früher im Wald gespielt auf Jägerhochständen, Räuber und Gendarm, Verstecken, Molche und Stichlinge und Frösche gefangen. Wir haben Stinkbomben gebaut, Kartoffelfeuer gemacht und Rollschuhrennen gefahren.

4. Wie war der Tagesablauf früher?
Ich musste um 6 Uhr aufstehen und nach dem Frühstück musste ich vor der Schule die Hühner und Schafe füttern. Dann bin ich mit dem Fahrrad nach Bad Bentheim zur Schule gefahren und nach der 5.-6. Stunde nach Hause gekommen. Nach dem Mittagessen habe ich Hausaufgaben gemacht. Anschließend konnte ich spielen oder im Haushalt helfen. Ich musste um 6 zu Hause sein. Nach dem Abendbrot durfte, ich noch ein bisschen Fernsehen und musste um 8 ins Bett.

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Befragung vom 2. Weltkrieg

Befragt wurden Annemarie und Dieter Tepper

1.Wie alt wart ihr als der 2. Weltkrieg aufhörte ?

Ich war 5 und meine Frau war 1.

2.Wie habt ihr die Kriegszeit überlebt ?

Wir hatten immer genug zu essen für alle,

aber mussten trotzdem füchten.

3.Wo seid ihr nachher hingeflüchtet?

Wir sind in den geschützten Keller unserer Nachbarn geflüchtet.

4.Musstet ihr zur Sicherheit aus dem Haus flüchten?

Ja, denn unser Haus wurde mit Bomben gesprängt.

5.Wo hattet ihr euer essen her?

Aus dem eigenem Garten, und von Verwanten.

6.War euer Wohnort ein Kriegsgebiet?

Nein erst viel später wo der Krieg schon fast vorbei war kamen die großen

Bombenwerfer und die Panzerfahrer und haben alles zerstört.

7.Ist jemand aus deiner familie beim Krieg umgekommen?

Ja, mein Onkel in Russland. Er war 23 als er starb.

8.Hatte früher jede Familie einen Garten mit Gemüse?

Ja,denn ein Garten war sehr nützlich in armen Zeiten.

Von Marlena C.und Laura W. KL.5a 08-09

Ein Tagebuch vom 2. Weltkrieg

Bericht von Anne F. geboren 1941, aus dem Tagebuch ihrer Mutter Maria F. geboren 1911

Ihre Eltern wohnten in Bernwald / Schlesien auf einem Hof mit Tieren und Landwirtschaft.

Es gab schon 1939 politische Unruhen. Anfang 1941 wurde ihr Vater Otto, geboren 1907, in den Krieg eingezogen, da war sie, meine Oma Anne noch gar nicht geboren. Am 22.06.1941, wo meine Oma geboren wurde, kam die Kriegserklärung gegen Russland. Ihre Mutter bekam, da sie allein war, Arbeiter gestellt. Diese Männer mussten jedoch mit 19 Jahren auch in den Krieg.

Das leben in Bernwald wurde unsicher. Die Russen zogen durch das Dorf und plünderten. Am 17.06.1945 musste meine Uroma, um 07:00 uhrfrüh, Haus und Hof verlassen. Nur wenige Sachen konnte sie mitnehmen, denn sie hatte auch noch zwei kleine Kinder. Viele wertvolle Sachen, die sie nicht mitnehmen konnte, hatte sie draußen am haus vergraben und versteckt. Sie kamen nach Lichtenwalde zu den Schwiegereltern meiner Uroma. Am 18.03.1946 wurden sie von den Polen aus Lichtenwalde in Schlesien verjagt. Am 19.03.1946 kamen sie nach Mittenwalde. Am 20.03.1946 wurden sie in Viehwagons verfrachtet. Sie hatten wenig Platz und wenig Habseligkeiten. Die Luft war sehr schlecht. Die Fahrt ging 3 Tage ins Ungewisse, sie wussten nicht, wohin sie gebracht wurden. Überall waren verwüstete Dörfer und Städte. Sie kamen nach Schöningen ins Auffanglager. Dort bekamen sie Registrierungsscheine, wurden entlaust und verpflegt. Dann ging es weiter nach Goslar, von dort aus kam meine Uroma nach Lengde, wo sie mit ihren 2 Kindern aufgenommen wurde. Sie arbeitet dort auf dem Hof. Meine Uroma ließ meinen Uropa durch das Rote Kreuz und Suchaktionen suchen. Sie erfuhr das ihr Mann in englischer Gefangenschaft lebte. 1947 kam mein Uropa nach Lengde, wo er meiner Oma, also sein zweites Kind das erste mal sah. Er bekam dort auch Arbeit in der Landwirtschaft.

Sie bauten sich eine neue Heimat in Beuchte, ca. 3 km von Lengde, auf. Dort lebten sie bis zu ihrem Tod. Von meiner Oma die Schwester wohnt noch heute in diesem Haus. Zu den Leuten, die damals meine Uroma aufgenommen haben, besteht heute noch Kontakt.

Meine Oma hat 5 Onkels im Krieg verloren. Ein Onkel wurde schwer verletzt.

Im Krieg mussten sie sich oft vor den Russen und Polen verstecken und leise sein.

Sie hatten schreckliche Angst, da sie gequält, vergewaltigt oder getötet wurden.

Zu Essen gab es wenig – Kartoffeln, Eier, geschlachtete Tiere. Sie waren auf die Hilfe von anderen angewiesen.

Die Kinder hatten wenig zum spielen. So wurde mit Steinen, Wäscheklammern, Stöckern oder ähnliches gespielt.

Das Schlimmste waren die Unruhen, die Ungewissheit was kommt und ob noch alle am Leben waren.

Ihr altes Zuhause haben sie später noch einmal gesehen, alles war zerstört und abgebrannt. Die vergrabenen Wertsachen wurden nicht wieder gefunden.

Von Laura W. und Marlena C. Klasse 5a