Der 2. Weltkrieg in Gildehaus

1. Was war anders zur Zeit des 2.Weltkrieges?
Abends musste man die Fenster verdunkeln damit die feindlichen Flugzeuge nicht Bomben abwerfen. Tagsüber bestand keine Gefahr. Teilweise waren im Haushalt die Lebensmittel knapp. Schweine durften nur ab einem bestimmten Gewicht geschlachtet werden. Einige Nachbarn aus der Bergstraße suchten bei Nacht Zuflucht in einem Bunker am Hang des Rottes vor Fliegerangriffen.

2. Was musstet ihr ändern?
Man wurde gezwungen seine politische Meinung der NATIONAL SOZIALISTISCHEN DEUTSCHEN ARBEITSPARTEI (NSDAP) anzupassen. Man hatte nur die NSDAP zur Wahl.

3. Was musstet ihr anderes tun?
Statt zur Schule zu gehen musste man in der Weberei tätig sein oder man wurde zur Wehrmacht einberufen.

4. Wie fanden Sie Hitler?
Zu Beginn seiner Regierungszeit gut weil mehrere Gebiete die im ersten Weltkrieg verloren gegangen waren wieder in das Deutsche Reich überführt wurden. Einige Jahre vor Ende der hitlerischen Regierungszeit änderte sich die Meinung aufgrund der millionenfachen Morde (Vergasung der Juden).

5. In was für Lagen brachte sie die Hitlerzeit?
Man durfte sich nicht mehr frei über seine politische Meinung äußern die im Gegensatz zu NSDAP standen.

6.Wurde ihre Stadt/ ihr Dorf angegriffen?
Ja, zum Ende des Krieges Ostern 1945 wurde Gildehaus von den Alliierten Truppen (Amerikaner und Engländer) erobert. Es kam zu Gefechten mit deutschen Soldaten bei denen in der Nähe des Friedhofes mehrere junge deutsche Soldaten im Alter von ca. 18 Jahren ums Leben kamen. Sie alle wurden beerdigt auf der Nordseite des Gildehauser Friedhofes.

7.Wurde eins ihrer Familienmitglieder getötet/verletzt?
Nein.

8.Musste irgendjemand aus ihrer Familie in den Krieg?
Ja, ich musste nach Polen um militärische Übungen auszuführen. Zum Kriegeseinsatz kam ich nicht, da rechtzeitig vor Eintreffen des Feindes Abzug nach Westen angeordnet wurde.

9.Sind sie geflüchtet?
Nein.

10.Wie war es in der Nacht?
In der Nacht gab es oft Fliegeralarm, die Sirenen heulten und man flüchtete in den Bunker am Rott.

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