Im Krieg auf einem Bauernhof in Garrel

Oma Hedwig Meyer, geb. 1. März 1927
damals auf dem Bauernhof ihrer Eltern in Garrel

1. Wo erfuhrst du, dass der Krieg anfing ?
A: Ich erfuhr es durchs Radio.
2. Musstest du auch in den Krieg ?
A: Nur Opa musste als Luftwaffenhelfer helfen. Später musste er an die Front in Russland und dann ist er zweieinhalb Jahre in Kriegsgefangenschaft gekommen.
3. Wie fühlte man sich ?
A: Sehr schlecht und man hatte große Angst, dass Bombenfliegerangriffe kamen.
4. Musste man im Krieg zur Schule?
A: Ja, aber nur wenn Fliegerangriffe kamen, hatten wir frei.
5. Hattet ihr einen Bunker in der Nähe ?
A: Wir hatten einen Bunker, den wir selber mit Nachbarn hergestellt hatten, im Garten.
6. Gab es genug zu essen ?
A:Wir hatten auf jeden Fall nicht genug, aber wir hatten einen Bekannten, der Bäcker war, der hat uns auch immer Nahrungsmittel in unseren Bunker gelegt.
7. Gab es Luftangriffe ?
A: Ja, aber in den größeren Städten gab es wesentlich mehr als auf dem Land .
8. Hattet ihr noch Pferde oder wurden die alle mit an die Front in den Krieg genommen ?
A: Eine Hälfte der Pferde wurde mitgenommen, die andere Hälfte hat mein Vater in den Wald laufen lassen. Nach dem Krieg haben wir noch einen großen Teil der Pferde auf denFeldern wieder gefunden
9. Hattet ihr auch Kriegsgefangene?
A: Wir hatten einen Serben, danach einen Franzosen und Russen, danach zwei etwas jüngere Frauen.
10. Wie war das, als der Krieg zu Ende war ?
A: Sehr schlecht. Weil die Front von allen Seiten kam, sind wir schnell in unsere Bunker geflohen. Fast alles wurde niedergeschossen. Unser Haus war eins der einzigen in der Nachbarschaft, das nicht in Brand gesetzt worden war, aber irgendwie fühlte man sich frei oder erlöst, weil der Krieg zu Ende war.

Von Rodi Ak und Michael Niehaus (Klasse 5a)

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