Maria Timmer (geb. Berghaus), wohnhaft in Rheine, 72, Rentnerin, Geburtsjahr 1935.
1. Was habt ihr gegessen, als die Nahrungsmittel knapp waren?
Maisbrot und Gemüse aus Gartenanbau. Wer eine Garage hatte, konnte da ein Schwein halten - aber das kostete viel. Wir haben auch ein Schwein gehalten und jedes mal wenn eins geschlachtet wurde, durften wir uns nicht verabreden, weil wir schwarz geschlachtet haben. Mein Onkel hatte eine Metzgerei, wo er uns das Schwein dann zu Wurst verarbeitet hat.
2. Hattet ihr manchmal Angst als Tiefflieger kamen, wo habt ihr euch dann versteckt?
Es gab Voralarm, dann mussten wir schnell die Sachen einpacken und aus der Schule rennen. Mein Opa wartete dann schon auf mich und meine Schwester. Wir haben den Weg nach Hause nie geschafft, darum haben wir uns immer an Hauswände gelegt und versteckt, jeder von uns hoffte, dass das schnell vorbeigeht.
3. Musstet ihr manchmal in einen Bunker, weil Bomben gefallen sind?
Wir hatten selber einen Keller, wo wir ganz oft rein mussten - sogar nachts. Weil wir sehr nah an der Kaserne wohnten, waren immer 20-30 Soldaten und Nachbarn in unserem Keller.
4. Gab es damals Autos, wenn ja welche?
Es gab so eigentlich keine Autos. Mein Onkel aber hatte das erste Bäckerauto in Rheine. Darauf war er eigentlich immer sehr stolz. Nur als der Krieg kam, habe ich es nie wieder gesehen, ich wollte aber auch nicht nachfragen, wo es ist. Wahrscheinlich wurde es für den militärischen Einsatz gebraucht.
5. Ist die Schule auch mal ausgefallen? Wie lange?
Ja, bei uns ist ein halbes Jahr lang die Schule ausgefallen.
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